Pflege Innerfavoriten, Musikverein Bewohner*innengruppe vor der Bühne

Ausflug in den Musikverein

Ein besonderer Ausflug führte eine Gruppe aus der Pflege Innerfavoriten dieses Mal in die Wiener Innenstadt: in den Musikverein. Dort fand eine Veranstaltung für Menschen mit und ohne Demenz statt. Mitarbeiter*innen des Hauses machten sich gemeinsam mit Bewohner*innen auf den Weg Richtung Karlsplatz. Dafür nahmen sie die Straßenbahnlinie 1. Schon die Fahrt war von Vorfreude geprägt: neugierige Blicke aus den Fenstern, kurze Gespräche und das Gefühl, gemeinsam unterwegs zu sein.

Am Karlsplatz angekommen, stand erst einmal eine gemütliche Rast auf dem Programm. In einem Kaffeehaus gab es Kuchen, Kaffee oder für manche auch einen erfrischenden „Gespritzten“. Es wurde gelacht, erzählt und der Ausflug genossen. Diese Pause war mehr als nur eine Stärkung; sie bot Raum für Begegnung, Austausch und ein entspanntes Ankommen.

Gut gestärkt ging es anschließend weiter zur Vorstellung im Wiener Musikverein. Unter dem liebevollen Motto „Heut‘ kommen d’Engerl auf Urlaub nach Wean“ erwartete uns ein musikalisches Erlebnis, das auf vielfältige Weise berührte. Im Mittelpunkt stand die Frage, was Urlaub eigentlich bedeutet und wie sich dieses Gefühl in Klängen ausdrücken lässt. Auch die Sonne wurde musikalisch eingefangen: in warmen, leichten Melodien, die sofort Bilder im Kopf entstehen ließen.

Das Cuore Piano Trio führte mit großer Sensibilität durch das Programm, begleitet und moderiert von Veronika Mandl, die mit ihrer herzlichen Art eine besondere Nähe zum Publikum schuf. Ein Höhepunkt war das gemeinsame Singen eines bekannten Wienerlieds: Viele Besucher*innen stimmten mit – Mal leiser, Mal kräftiger, aber immer mit spürbarer Freude. Erinnerungen wurden wach, Gesichter hellten sich auf. Und für einen Moment schien die Zeit stillzustehen.

Auch die Heimfahrt blieb noch lange in Erinnerung: Aufgrund eines Gasgebrechens fiel die Straßenbahn aus, sodass ein Umweg gemacht werden musste. Statt der gewohnten Strecke fuhr die Ausflugsgruppe mit der U1 und anschließend mit der Straßenbahnlinie 6 weiter. Trotz der ungeplanten Änderung meisterten alle die Situation mit viel Geduld und Humor. Und gerade dieser spontane Umweg machte den Tag für viele noch zu einem besonderen Erlebnis.